“Thüringer Landesverband Energiewende mit Vernunft e.V.” - Bündnis Thüringer Bürgerinitiativen – (THLEmV)

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Der THLEmV hat am 13.03.2017 eine Erwiderung zur Antwort des TMIL auf das „Faktenpapier“
und den „Forderungskatalog“ des THLEmV zum Windenergieausbau in Thüringen an das TMIL,
das TMUEN sowie alle Fraktionen im Thüringer Landtag übersandt.

Nach tiefgründiger Auseinandersetzung mit der Stellungnahme des TMIL zum Faktenpapier ist der
THLEmV der Auffassung, dass die Darlegungen des TMIL weder überzeugend noch schlüssig sind.

Auf die „Zentralen Forderungen der Bürgerinitiativen“ ist das TMIL bisher nicht eingegangen.  Von
den Vertretern der Thüringer Landesregierung wird erwartet, dass Sie sich dazu noch äußern.

In dem Zusammenhang hat der THLEmV eine Pressemeldung herausgegeben:

 

Thüringens Energiewende eine Stromwende mit fatalen Folgen

Nach den Plänen der Landesregierung soll die einseitig fokussierte Windstromerzeugung bilanziell über 90 Prozent des
Strombedarfs in Thüringen decken. Eine Grundlastsicherung wird dabei nicht erreicht. Die Landesregierung bekennt in
der Stellungnahme des TMIL, dass eine Großspeicherung des erzeugten Windstroms in absehbarer Zeit nicht machbar
ist. Gleichzeitig bestätigt die Bundesnetzagentur, dass der Netzausbau nicht mit dem erneuerbaren Energieausbau
schritthalten kann. Um den Windstrom vom Norden nach Süddeutschland zu leiten werden nach den derzeitigen Plänen
der Übertragungsnetzbetreiber drei Stromtrassen Thüringen durchqueren. Eine Aufnahme des in Thüringen produ-
zierten Überschussstroms wegen der Verdreifachung der Flächenausweisungen ist nicht vorgesehen. Die einseitige
Windstromerzeugung würde in Starkwindzeiten ein riesiges Überangebot liefern, aber in Zeiten der Flaute keinen
Strom liefern.

Durch den weiteren Ausbau der Windenergie werden in Thüringen Windräder immer häufiger still
stehen, weil die Strommenge in Thüringen weder verbraucht noch gespeichert noch eine Ableitung
vorgesehen ist.

Wegen der nicht planbaren Einspeisung von Windstrom können in absehbarer Zeit keine fossilen Kraftwerke ersetzt
werden. Parallel zur Windkraft müssen alle Thüringer für ein zweites System bezahlen - ein Sicherungssystem mit
fossilem Brennstoffe, um die Grundlastsicherung zu gewährleisten. Schon jetzt ist absehbar, dass durch den weiteren
Windenergieausbau und dem Netzausbaus es zu einer weiteren drastischen Strompreiserhöhung in Thüringen kommen
wird. Dies trifft vor allem die sozial schwachen Bürgerinnen und Bürger und gefährdet den Wirtschaftsstandort Thüringen.

Durch die Energiepolitik der Landesregierung in Thüringen wird der Strom für alle Thüringer Kunden
zunehmend ausfallgefährdet und spürbar teurer.

In Thüringen kommt als fossiler Energieträger keine klimaschädliche Kohle, sondern nur Erdgas in Gaskraftwerken zur
Stromerzeugung zum Einsatz. Gaskraftwerke sind grundlastfähigen und können demzufolge durch Windkraftanlagen
nicht ersetzt werden. Zur Strombedarfsdeckung muss in Thüringen knapp die Hälfte des Stroms importiert werden.
Dieser Strom, welcher einen nahezu 50 prozentigen Erneuerbaren Energien Anteil mit einer hohen Windenergieein-
speisung aufweist, kommt aufgrund der Lastverteilung und der Einspeisung vorwiegend aus der Regelzone 50 Hertz.
Auf Grund der zeitlich gleichmäßigen Verteilung der Windgeschwindigkeiten in Deutschland wird die Windstromproduktion
in windschwachen Zeiten in Thüringen und in der gesamten Regelzone 50 Hertz nicht zur ständigen Strombedarfsdeckung
in Thüringen ausreichen. Vor allem in den wind-schwachen Monaten April bis September wird bei einem weiteren Ausbau
der Windkraft in Thüringen kein bedeutsamer Ersatz von Kohlestrom anderenorts erfolgen. In Konsequenz geht im
Stromsektor ein Klimaschutzverbesserungseffekt tendenziell gegen Null. Gleichzeitig steigt relativ der Ressourcen- und
Kapitaleinsatz. Mit der bürgerfernen und teuren Energiepolitik wird so kein Beitrag zum Klimaschutz erzielt.

Eine merkliche Treibhausgasreduzierung als wirksamer Beitrag zum Klimaschutz stellt sich mit dem
fortgesetzten Windkraftausbau nicht ein.

Vielmehr werden wissentlich eine Naturzerstörung und eine „Verspargelung“ der Kulturlandschaft mit einer einhergehenden
Gefährdung der Artenvielfalt und der heimischen Vogelwelt in einem großflächigen Feldversuch in Kauf genommen.

Die Schwierigkeiten und Probleme der aktuellen Energiepolitik in Thüringen wurden durch den Thüringer Landesverband
Energiewende mit Vernunft (THLEmV) in einem Faktenpapier mit Ergänzungen und Quellenangaben zusammengetragen.

Das vollständige Faktenpapier des THLEmV mit den Ergänzungen zur Thüringer Energiepolitik können Sie über den
folgenden Link lesen oder als PDF-Dokument herunterladen: Erwiderung zur Stellungnahme des TMIL zum Faktenpapier

 


 

Im Zusammenhang zur parallel laufenden Deutschen Energiewende hat Prof. Dr. Fritz Vahrenholt im Januar diesen Jahres
einen bemerkenswerten Vortrag  mit dem Titel „Deutschlands Energiewende – ein sich anbahnendes Desaster“ vor dem
britischen Unterhaus (House of Commons) gehalten, der die Abwegigkeit des deutschen und des thüringer Energieweges
aufzeichnet. Seinen Vortrag in der deutschen Übersetzung (Prof. Vahrenholt) können Sie unter dem folgenden Link bei
www.wattenrat.de nachlesen: http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2017/02/Deutschlands-Energiewende.pdf

 


 

VERNUNFTKRAFT.

                                                                                          Bundesinitiative für vernünftige Energiepolitik

Presseinformation

 

Mit Realismus statt Propaganda ins Superwahljahr 2017:
Anhänger vernünftiger Energiepolitik tagten in Berlin

Berlin, 20. Februar 2017

Regierungsamtlichen „Erfolgsgeschichten“ zum Trotz erfährt die aktuelle „Energie-
wende“-Politik flächendeckend Gegenwind aus
der Bevölkerung. Bundesweit sind
über 650 Bürgerinitiativen
gegen den Ausbau von Windkraftanlagen engagiert und
in zehn
Landesverbänden, mehreren dutzende Regionalbündnissen und einer
Bundesinitiative vernetzt. Gestern trafen sich Vertreter aller
Flächenländer zur
Strategieklausur in der Hauptstadt.

Zwei Wochen nachdem das Bundeswirtschaftsministerium eine Hochglanzbroschüre
zur vermeintlichen Erfolgsgeschichte der Energiewende an Millionen Haushalte
verteilen ließ, kamen Delegierte windkraftkritischer Landesbündnisse in Berlin zu

einem Arbeitstreffen zusammen. Ihre Wahrnehmung:

In rasantem Tempo werden wetterabhängige Stromerzeugungsanlagen in die
Landschaft gesetzt – viel mehr und viel schneller, als es der Bundesgesetzgeber
beabsichtigte. Anlagen, für deren Zufallsprodukt es immer häufiger keine
Verwendung gibt, deren Betreiber sich dennoch über auf 20 Jahre garantierte, weit
über dem (häufig negativen) Marktwert liegende Vergütungen freuen dürfen.

Im Namen und in Folge der auf Windkraft fixierten „Energiewende“

  • werden naturnahe Regionen bis hin zu Naturparks der Windkraftindustrie
    geopfert – zuletzt sogar unter Einsatz von Polizeigewalt;
  • soll das Bundesnaturschutzgesetz zugunsten der Windkraftindustrie
    (Kabinettsbeschluss vom 10. Februar 2016) ausgehöhlt werden;
  • finanziert die Allgemeinheit zunehmend die Produktion von „Energiemüll“,
    der teuer entsorgt werden muss.

Trotz alledem sinken die CO2-Emissionen nicht nennenswert und ausländischer
Atomstrom bleibt unverzichtbar.

Angesichts des im ganzen Land als Belastung von Natur, Landschaft und Lebens-
qualität erlebten, dabei technisch und ökonomisch fragwürdigen
Windkraftausbaus
berieten die Landesbündnisse auf Einladung der Bundesinitiative
VERNUNFTKRAFT.
darüber, wie vernünftigen Weichenstellungen der Weg geebnet
werden kann.

Die aus allen Flächenländern angereisten Delegierten beschlossen verschiedene
bundesweite Aktionen, mit denen die energiewirtschaftliche Realität im Superwahljahr
2017 stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll.

Matthias Elsner, Vorsitzender des Landesverbands VERNUNFTKRAFT. Niedersachen,
resümiert: 

Je weiter der subventionsgetriebene Windkraftausbau voranschreitet, desto mehr
Menschen beschäftigen sich angesichts mit eigenen Augen erlebten Umweltfrevels
mit den energiewirtschaftlichen Zusammenhängen. Akzeptanz genießt diese
>Energiewende< nur noch dort, wo das Wissen um ihre Auswirkungen fehlt. Genau
deswegen sind wir zur Klausurtagung in die Hauptstadt gereist – besonders dort gilt
es, zu sensibilisieren und aufzuklären
.“

 

Für Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Internet: www.vernunftkraft.de

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Der THLEmV e. V. fordert unverzüglich eine sichere, nachhaltige, vernünftige, transparente
und sozial gerechte Energiepolitik - zum Wohle der Menschen und der Natur in Thüringen!!!

Siehe auch : https://www.youtube.com/watch?v=DijXCuUk5KI