“Thüringer Landesverband Energiewende mit Vernunft e.V.” - Bündnis Thüringer Bürgerinitiativen – (THLEmV)

  • 61.jpg
  • 61wka.jpg
  • 66.jpg
  • 66wka.jpg
  • DSC_3089.jpg
  • DSC_3160.jpg
  • DSC_3219.jpg
  • header.jpg
  • headerwka.jpg

Liebe Mitglieder und Mitstreiter,

dem Vernehmen nach plant die Thüringer Landesregierung eine Bundesratsinitiative mit
dem Ziel, Windparks künftig mit Radar auszurüsten, um die Akzeptanz für die Windparks
zu erhöhen.

Hierzu wird der mdr  am 19.04.2018, 19:00 Uhr, im Thüringen Journal, einen Beitrag
mit dem Interview des 1. Vorsitzenden des THLEmV e.V., Thomas Heßland, ausstrahlen.

mdr-Livestream-Link:
https://www.mdr.de/mediathek/livestreams/thueringen/mdr_fernsehen_thueringen100.html


 

Dieter Böhme
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!                                                                                                      12.04.2018

Offener Brief an die OTZ
zur Diskussionsrunde „Prominente im Gespräch“ mit Ministerpräsident Bodo Ramelow am
09.04.2018 in Greiz.


Sehr geehrter Herr OTZ-Redakteur Christian Freund,

Sie berichteten am 11.04.2018 in der OTZ unter dem Titel „Heiße Diskussion im Weißen Saal“ von der
Diskussionsrunde „Prominente im Gespräch“ mit Ministerpräsident Bodo Ramelow. Dabei schrieben
Sie (Zitat): „Heftige Diskussionen entbrannten, als Vertreter einer vogtländischen Bürgerinitiative
dem Ministerpräsidenten in Sachen Windkraftanlagen im Wald und Pumpspeicherwerken teils auch
unsachlich vorgetragene Vorwürfe machten, die er vehement zurückwies.“ Weiter führten Sie aus,
die Gastgeber hätten die Redner ermahnt, sich an die demokratischen Regeln der Diskussionskultur
zu halten.

Ich war einer der von Ihnen kritisierten Diskutanten und habe folgende Fragen an Sie:

1.) Wie können Bürger ihre Fragen und Anliegen vortragen, wenn sie mitten im Satz abrupt und
wiederholt durch Herrn Ministerpräsident Ramelow unterbrochen werden?

2.) Wie sollten sich Bürger verhalten, wenn die Politik, gemäß Martin Luther „Dem Volk aufs Maul
schauen“, dem Volk selbiges verbietet und das Beharren auf Fragen als Verstoß gegen die
demokratischen Regeln der Diskussionskultur ausgelegt wird?

3.) Von wem ist mehr Contenance, geschliffene Rede und Geduld in einem Gespräch mit dem Volke
zu erwarten, vom Volk oder von einem hochbezahlten Polit- und Medien-Profi?

4.) Wurden durch den Veranstalter wirklich alle Seiten zur Einhaltung der demokratischen Regeln
der Diskussionskultur ermahnt, oder gab es Ausnahmen?

5.) Was veranlasst Sie, zu behaupten, dass z.B. meine Ausführungen zu Pumpspeicherwerken „teils
auch unsachlich vorgetragene Vorwürfe“ waren?

In Thüringen gibt es sechs Pumpspeicherwerke (PSW), das mit Abstand größte ist Goldisthal.
Herr Ministerpräsident Ramelow sprach über die Thüringer Pumpspeicherwerke im Zusammenhang
mit der Speicherung von volatilem Windstrom. Dies erweckte für den technischen Laien zumindest
den Eindruck, mit geschicktem Management dieser PSW seien die Speicherprobleme der Windkraft
lösbar. Eine seriöse technische Abschätzung sieht anders aus.

Ich wies darauf hin, dass etwa 210 PSW der Goldisthal-Klasse notwendig seien, um allein den
täglichen deutschen Strombedarf zu speichern. Was ist an dieser Aussage nach Ihrer Ansicht
„unsachlich“?

Eine Überschlagsrechnung ergibt:
Stromerzeugung Deutschland 2016: 648 TWh/a, ergibt 1,775 TWh/d, Leistung Goldisthal: 1060
MW und Wasser für 8 h Volllast ergibt 8480 MWh Speicherkapazität. Ergibt 1,775 TWh / 8480
MWh = 209,3, gerundet 210. Wenn man nicht die Stromerzeugung, sondern den Verbrauch von
ca. 600 TWh zu Grunde legen würde ergibt sich eine Größenordnung von 200 PSW, Wirkungsgrade
und Leitungsverluste noch gar nicht berücksichtigt. Für eine mehrwöchige Dunkelflaute
wie im Januar 2017 wäre eine Größenordnung von über 2000 PSW erforderlich. Für die
Speicherung allen volatilen Stromes noch viel mehr. Prof. Hans-Werner Sinn: „Wieviel
Zappelstrom verträgt das Netz?“ https://www.youtube.com/watch?v=rV_0uHP3BDY
Dies sind um mehrere Größenordnungen abweichende Abschätzungen als die bescheidenen
Möglichkeiten aller deutschen PSW zusammen hergeben. Außerdem gab es PSW lange bevor es
Windkraft gab, sie haben nämlich die Aufgabe in Spitzenzeiten Strom zu liefern, was sie nicht
könnten, wenn sie als Speicher für volatilen Windstrom fungieren sollen. Dies ist ein Widerspruch
in sich. Falls die OTZ über eigene Berechnungen verfügt, um meine Ausführungen als
„unsachlich“ belegen zu können, so bitte ich um deren Vorlage. Ich erinnere an die Verantwortung
der Landesregierung für eine sichere Stromversorgung und an die 10-tägige Dunkelflaute im
Januar 2017.

Zu wenig Wind und Sonne - Deutsches Stromnetz schrammt am Blackout vorbei.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/deutsches-stromnetz-schrammt-am-blackout-vorbei-aid-
1.6636489
Mit dem weiteren Ausbau der Windkraft, bei fehlenden Speichern in der erforderlichen
Größenordnung wird ein Blackout immer wahrscheinlicher. Und dies ist nur ein Aspekt, eine
tiefere Betrachtung würde fortgeschrittene Kenntnisse in Elektrotechnik erfordern.
Leider wurde meine Abschätzung zur Anzahl der PSW durch die Presse nicht auf sachliche
Richtigkeit hinterfragt. Obwohl eine gesetzliche Anforderung die Einhaltung der publizistischen
oder journalistischen Sorgfaltspflicht bei der Berichterstattung ist. § 5 Thüringer Pressegesetz
(TPG) sagt: „Die Presse hat alle Nachrichten vor ihrer Verbreitung mit der äußersten, nach den
Umständen gebotenen Sorgfalt auf Inhalt, Herkunft und sachliche Richtigkeit zu prüfen.“

Abschließend möchte ich Sie herzlich meinem Vortrag „Windwahn versus Physik“ einladen, den
ich am 17.04.2018 im Rahmen einer Diskussionsrunde der Bürgerinitiative „proVOGTLANDschaft“
im Bürgerhaus, Stelzen 27, 07922 Tanna, Beginn 19:00 Uhr, halten werde. Über Ihr Kommen
würde ich mich sehr freuen. Die BI bittet wegen der beschränkten Plätze um Anmeldung.
https://www.vogtlandspiegel.de/greiz-besuch-von-bodo-ramelow-gespraechskultur-blieb-auf-der-strecke/1917286/

Mit freundlichem Gruß
Dieter Böhme

 

09. März 2018

Neuer Vorstand im THLEmV e.V. gewählt

Am 09. März 2018 fand in Etzdorf (bei Eisenberg) die diesjährige Jahreshauptversammlung des
Thüringer Landesverbandes Energiewende mit Vernunft e. V. (THLEmV) statt. Im Rechenschafts-
bericht des Vorstandes hat der bisherige Erste Vorsitzende Holger Sehr über die gute Entwicklung
und die zahlreichen Aktivitäten des Verbandes in der zurückliegenden Wahlperiode 2016/2017 berichtet.

Der Hauptzweck des Vereins besteht in der Förderung des bürgerlichen Engagements, Förderung
des Naturschutzes und der Landschaftspflege, Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung.
Bei der Gestaltung der so genannten „Energiewende“ bedarf es einer breiten demokratischen
Mitwirkung und vor allem der Beteiligung der Betroffenen im ländlichen Raum. Eine überzeugende
„Energiewende“ kann nur mit Zustimmung der Bürger und nicht gegen ihren Willen realisiert werden.
An erster Stelle stehen dabei Leben, Gesundheit und Würde des Menschen.

Dem Verein gehören Vertreter aus 42 Bürgerinitiativen in Thüringen an. Seit seiner Gründung hat
sich die Mitgliederzahl mehr als verdreifacht.

Der Landesverband hat in der Ersten Wahlperiode durch seine Aktivitäten und schriftlichen Stellung-
nahmen bei Thüringer Parteien, der Landesregierung und den Behörden rechtliche Anerkennung
gefunden, ist inzwischen gut vernetzt und gilt bei der Landbevölkerung in den vier Planungsregionen
als kompetenter Ansprechpartner. Er wird zunehmend um Rat und Hilfe ersucht, weil selbst außerhalb
von Windvorranggebieten immer noch neue Windenergieprojekte realisiert werden sollen bzw. Projekte
mit zu geringem Abstand zu Wohnsiedlungen geplant werden.

Bezüglich des Verhältnisses zu staatlichen Stellen musste einschätzt werden, dass mit den zuständigen
Fachministerien (TMIL, TMUEN) und Vertretern der Regierungskoalition trotz erfolgter Zusicherung
noch keine wirklich konstruktiven Gespräche zu den mehrfach angemahnten Problemen beim Windenergie-
ausbau zustande gekommen sind. So blieben z. B. die "Zentralen Forderungen Thüringer Bürgerinitiativen
zum Windenergieausbau in Thüringen" und der „Fragenkatalog“ an die Fraktionen im Thüringer Landtag
sowie die Landesregierung und Schreiben an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
bis jetzt unbeantwortet.

In der Diskussion wurde dem alten Vorstand eine sehr gute, aufwendige und sorgfältige Arbeit bescheinigt.
Es erfolgte die einstimmige Entlastung des gesamten Vorstandes für die erste Wahlperiode. Besonders
hervorzuheben sind die Leistungen des Ersten Vorsitzenden Holger Sehr und des Sprechers Dr. Eckart Illian.
Ohne sie wäre die Entwicklung des Landesverbandes nicht so positiv verlaufen. Für die Wiederwahl konnten
beide aus beruflichen bzw. persönlichen Gründen leider nicht zur Verfügung stehen.

In den neuen Vorstand wurden Thomas Heßland (Erster Vorsitzender), Jochen Langzettel (Stellv. Vor-
sitzender), Kay Kister (Kassenführer), Annett Schimming (Schriftführerin) sowie Edgar Kolbe, Martin Jacob
und Hardy Scheidig (Beisitzer) gewählt.

Bild: THLEmV/BL: K. Kister, H. Scheidig, J. Langzettel, A. Schimming, Th. Heßland, M. Jacob. E. Kolbe (v.l.n.r.)

Die Zielsetzung für die zweite Wahlperiode im THLEmV besteht u. a. darin, überparteiliche konstruktive
Gespräche mit Politik, Regierung und Planungsgemeinschaften fortzusetzen, Aktionen speziell zu der in
2019 bevorstehenden Thüringer Landtagswahl zu planen sowie neu gegründete Bürgerinitiativen (BI’n)
besonders zu unterstützen. Aktuell sind im Freistaat Thüringen wieder zwei Bürgerinitiativen (Pro-Vogt-
LANDSCHAFT in Stelzen und BI in Bischofroda) in Gründung. Die fachlich inhaltliche Tätigkeit innerhalb des
Landesverbandes soll verstärkt in spezialisierten Arbeitsgruppen erfolgen, in denen erfahrene Mitlieder aus
möglichst vielen BI’n mitwirken.

Der neue Vorstand ist optimistisch, dass es mit breiter Unterstützung gelingen kann, den Hauptzweck des
Vereins voranzubringen, um das sprichwörtliche Ziel des Landesverbandes – eine „Energiewende mit Vernunft“ –
zu erreichen.

Thomas Heßland (Erster Vorsitzender)


06. März 2018

Liebe Mitstreiter und Bürgerinitiativen,
 
am 23.01.2018 wurde beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die
Petition 76309Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) - Benennung eines Parlamenta-
rischen Beauftragten für die Energiewende“ gestartet.
 
Mit der Petition soll erreicht werden, der Empfehlung der Ethikkommission
"Deutschlands Energiewende" zu folgen und gemäß Kap. 6 einen Parlamentarische
Beauftragten für die Energiewende zu benennen, der das Monitoring und Controlling
des Energieprogramms der Bundesregierung organisiert und kontrolliert.
 
Voraussetzung für den Erfolg der Petition ist, dass mind. 50.000 Stimmen zustande
kommen! Bei dieser Mindestanzahl muss der Petitionsausschuss die Petition einzeln
behandelt und die Antragsteller in öffentlicher Ausschusssitzung anhören.


Bitte beteiligt euch an der Petition (siehe Link):
und
leitet den Aufruf unverzüglich an alle Mitstreiter und Bürgerinitiativen, an Verwandte
und Bekannte, Kollegen, Vereine, Parteien und andere Gleichgesinnte weiter.
Vergesst eure Ehepartner/ Lebensgefährten nicht. Nutzt auch die sozialen Medien.

 


 

02. März 2018

Liebe Mitstreiter und Bürgerinitiativen,

am 04.10.2017 wurde beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die
Petition 74043 „Raumordnung und Bauplanung - Abschaffung der bauplanerischen
Privilegierung von Windkraftanlagen“ gestartet.

Das Ziel dieser Petition ist:

„Der Deutsche Bundestag möge die Abschaffung der bauplanerischen Privilegierung
von Windkraftanlagen (WKA) nach § 35 BauGB beschließen.“

Über die Bundespetition kann repräsentativ beim Bundesgesetzgeber interveniert werden,
damit die durch die Privilegierung von WKA (gem. § 35 BauGB) entstandenen Fehlentwicklungen
im Energie-, Naturschutz-, Umwelt- und ländlichen Siedlungsbereich im Baugesetzbuch korrigiert
werden.

Voraussetzung für den möglichen Erfolg der Petition ist, dass mind. 50.000 Stimmen
zustande kommen! Bei dieser Mindestanzahl muss der Petitionsausschuss die Petition einzeln
behandeln und die Antragsteller in öffentlicher Ausschusssitzung anhören.

Die Petition 49690 in 2014 in gleicher Angelegenheit war gescheitert, da nur 22.859 Mitzeichnungen
beim Deutschen Bundestag eingegangen sind.

Auf Grund dieser Erfahrung sollten jetzt alle Möglichkeiten genutzt werden um bis zum 26.03.2018
die erforderlichen 50.000 Mitzeichnungen zu erreichen.

Bitte beteiligt euch deshalb sofort an der Petition (siehe Link):
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2017/_10/_04/Petition_74043.mitzeichnen.html

und
leitet den Aufruf unverzüglich an alle Mitstreiter und Bürgerinitiativen, an Verwandte
und Bekannte, Kollegen, Vereine, Parteien und andere Gleichgesinnte weiter.

Vergesst eure Ehepartner/Lebensgefährten nicht. Nutzt auch die sozialen Medien.

Nur gemeinsam können wir das schaffen!